
Antikes Original aus dem 18./19. Jh., Burma. Das in Myanmar gelegene Pagan (oder Bagan) ist eine der archäologisch reichsten Regionen Asiens. Diese stattliche Holzschnitzerei ist ein großartiges Beispiel der berühmten buddhistischen Kunstwerke dieser Region und im viele Jahrhunderte alten Pagan-Stil gestaltet. Holz, mit zahlreichen dunkelroten Lackschichten überzogen und aufwändig vergoldet. Die Darstellung zeigt Buddha in sitzender Meditationshaltung bhumisparamudrâ oder auch mâravijayamudrâ, nach der Überwindung des mâra, des Bösen schlechthin. Der Erleuchtete ruft die Erde als Zeugin an. Mit der rechten Hand berührt er deshalb die Erde, wobei der Arm über die verschränkten Beine gelegt ist und die Fußsohlen nach oben weisen (paryankâsana). Die linke Hand liegt auf dem Schoß. Der Blick ist gesenkt, die Augen geschlossen. Das Kopfhaar ist sehr sorgfältig zu kleinen Buckelreihen zusammengefasst. Die Läppchen der leicht abstehenden und stark betonten Ohren setzen auf der Schulter auf. Die Figur trägt drei Gewänder, das tricîvara, das antaravâsaka, das Untergewand, die auf die linke Schulter gelegte, zusammengefaltete samghâti und den uttarâsanga, das Obergewand, das die rechte Schulter und den Arm unbedeckt lässt. Durch den kultischen Gebrauch und die Witterungseinflüsse ist vom Goldbelag viel verloren gegangen, die großartige Ausstrahlung des Bildnisses jedoch nicht beeinträchtigt. Der Erhaltungszustand ist ansonsten dem hohen Alter entsprechend hervorragend. Format 35 x 27 x 67 cm (B/T/H).